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Flucht ohne Ende

„Auf der Suche nach Heimat“
„Schlagende, klopfende Rhythmen eröffnen den jüngsten Tanzabend des Svetlana Fourer Ensembles. Die Tänzerin Shan-Li Peng windet sich in zuckenden Bewegungen. Die Musik, zu Beginn zwar düster, aber nicht ohne Magie, wird zunehmend schriller, fast schmerzhaft für die Ohren. Dann folgt ein kurzer Text, über Lautsprecher eingesprochen: Vater schickt leere Postkarten. Postkarten ohne Text in einer Aufführung, die mit Flucht ohne Ende überschrieben ist – da denkt man einen Mann, der Repressalien ausgesetzt ist und mit diesen Nicht-Meldungen seiner Tochter einfach nur ein Lebenszeichen senden will. Ist er ein Mann in einer fremden Diktatur, der sich bei seiner geflohenen Tochter meldet? Ein Geflüchteter, der seinen Aufenthalt nicht verraten darf? Ein Mann, der sich aus dem Gefängnis meldet und dessen leere Karten als eine Art Kassiber fungieren?“
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Dietmar Zimmermann, theater:pur

„Den Stacheldraht im Kopf“ von Thomas Linden, Kölner Rundschau